kessel.tv hat’s gesehen: Offensichtlich gilt die Kehrwoche mancherorts bis zur Hälfte der Treppe, und „genau so wird’s au gmacht“. Sauber!

Vorne rein – hinten raus: Das gilt seit gestern bei den Bussen der SSB.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem „neuen“ System (wenn ich mich recht entsinne, gab’s das Mitte der 80er schon mal)? Funktioniert das – auch morgens an hoch frequentierten Haltestelllen wie dem Hauptbahnhof? Oder hält sich eh keiner dran (auch das gab’s Mitte der 80er schon mal ;-) ). Ich freue mich auf Ihre Kommentare!
Aha. In Stuttgart gibt es derzeit 216 Schulen, die von insgesamt rund 90.600 Schülern besucht werden. 90.600 – das sind rund 15% aller Stuttgarter Einwohner. Der Zustand der 216 Schulen gilt mitunter als „ungenügend“, wie spätestens jetzt Begehungen durch Drees & Sommer offiziell bekannt wurde. Rund 2.000 Mängel und Hinweise wurden aufgenommen, der Finanzbedarf für die Sanierung liegt je nach Schätzungen zwischen 300 und 450 Millionen Euro.
Da verwundert es nicht, dass OB Schuster Teile des Bildungswesens lieber an ehrenamtliche Helfer outsourcen will. Nichts gegen eine Bildungspatenschaft im Allgemeinen. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass jahrelang zu wenig in die Schulen investiert wurde (und man jetzt ein denkbar schlechtes Zeugnis dafür ausgestellt bekommt), jedoch eine interessante – um nicht zu sagen: fragwürdige – Initiative.
Vielleicht hat man auf Seiten der Stadt Schulen und Schüler zu sehr als Kostenstelle statt als Investition betrachtet. Ging ja nur um 15% der Einwohner, die zudem keine Steuern zahlen.
Man hat den Sanierungsstau der Bauten aus den 60er und 70er Jahren unterschätzt.“
Stuttgarts Erster Bürgermeister Michael Föll zu den benötigten 350 bis 400 Millionen Euro Sanierungskosten für Schulgebäude.
Wir waren nicht mutig genug, mehr Geld in die Sanierungen hineinzugeben.“
Iris Ripsam (CDU) zur verfehlten Haushaltspolitik der vergangenen Jahre.
Joe Bauer von den Stuttgarter Nachrichten über das Parkraummanagement West
In ziemlich genau einer Woche ist es soweit: Das „freie Parken“ im Stuttgarter Westen weicht dem „Parkraummanagement Stuttgart-West“. Zum 1. März ist es vorbei mit kostenfreien Parkplätzen, denn schließlich will das leere Stadtsäckel gefüllt werden.
Stimmt doch gar nicht, moniert die Stadt. Sie will mit der Bewirtschaftung von rund 10.400 Parkplätzen kein Geld verdienen, denn „die erwirtschafteten Überschüsse des Parkraummanagements sollen für die Schaffung von zusätzlichen Bewohnerstellplätzen in Stuttgart-West verwendet werden.“ Sagt sie zumindest auf der Website. Dass jedoch für die Überwachung des Parkraums 30 zusätzliche Stellen geschaffen werden, die laut Doppelhaushalt 2010/2011 rund 150.000 Parkverstöße im Westen – alleine in 2011(!) – ahnden sollen, lässt die Stadt an dieser Stelle lieber unerwähnt.
Der Verdacht liegt also nahe, dass es gar nicht darum geht, die Parksituation zu verbessern – sondern über Parkverstöße eine ordentlich siebenstellige Summe für die Stadtkasse zu akquirieren. Den Kämmerer wird’s freuen, dem Anwohner ist’s ein Dorn im Auge.
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