Vorne rein, hinten raus (Teil 2)

Ges­tern abend, so gegen elf am Stutt­gar­ter Haupt­bahn­hof. Zehn Minu­ten war­ten auf den 42er – kein Pro­blem, ste­hen da doch zwei freund­li­che SSB-Info-Mitarbeiter und geben gerne Aus­kunft zum neuen „Einstiegssystem“.

In ers­ter Linie inter­es­siert mich, wie das Sys­tem denn von den Fahr­gäs­ten auf­ge­nom­men wird. „Bis jetzt ganz gut, es gab eigent­lich keine Pro­bleme, auch wenn es sicher­lich dau­ern wird, bis sich jeder daran gewöhnt hat“, sagt der SSB-Info-Mann. Ob es zu den mor­gend­li­chen Stoß­zei­ten zu Stö­run­gen und Ver­spä­tun­gen kommt, kann er mir nicht beant­wor­ten. Sein Dienst habe erst spä­ter angefangen.

Natür­lich will ich auch wis­sen, was es mit der Argu­men­ta­tion auf sich habe, dass die Busse durch den Vor­de­rein­stieg nun sau­be­rer wer­den. All­ge­mei­nes Kopf­schüt­teln beim SSB-Personal: „Och, in der Bro­schüre steht viel drin. In ers­ter Linie geht’s doch darum, dass mehr Ein­nah­men gene­riert wer­den, weil wir weni­ger Schwarz­fah­rer haben wer­den. Das ist der Hauptgrund.“

Ich steige also vorne ein in den Bus – mein Ticket inter­es­siert den Fah­rer aller­dings gar nicht. Sauber!

Meinungen sind gefragt!

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