Das macht keine Schule

Aha. In Stutt­gart gibt es der­zeit 216 Schu­len, die von ins­ge­samt rund 90.600 Schü­lern besucht wer­den. 90.600 – das sind rund 15% aller Stutt­gar­ter Ein­woh­ner. Der Zustand der 216 Schu­len gilt mit­un­ter als „unge­nü­gend“, wie spä­tes­tens jetzt Bege­hun­gen durch Drees & Som­mer offi­zi­ell bekannt wurde. Rund 2.000 Män­gel und Hin­weise wur­den auf­ge­nom­men, der Finanz­be­darf für die Sanie­rung liegt je nach Schät­zun­gen zwi­schen 300 und 450 Mil­lio­nen Euro.

Da ver­wun­dert es nicht, dass OB Schus­ter Teile des Bil­dungs­we­sens lie­ber an ehren­amt­li­che Hel­fer out­sour­cen will. Nichts gegen eine Bil­dungs­pa­ten­schaft im All­ge­mei­nen. Vor dem Hin­ter­grund der Tat­sa­che, dass jah­re­lang zu wenig in die Schu­len inves­tiert wurde (und man jetzt ein denk­bar schlech­tes Zeug­nis dafür aus­ge­stellt bekommt), jedoch eine inter­es­sante – um nicht zu sagen: frag­wür­dige – Initiative.

Viel­leicht hat man auf Sei­ten der Stadt Schu­len und Schü­ler zu sehr als Kos­ten­stelle statt als Inves­ti­tion betrach­tet. Ging ja nur um 15% der Ein­woh­ner, die zudem keine Steu­ern zahlen.

Im wahrsten Sinne des Wortes: Lehrgeld

Man hat den Sanie­rungs­stau der Bau­ten aus den 60er und 70er Jah­ren unterschätzt.“

Stutt­garts Ers­ter Bür­ger­meis­ter Michael Föll zu den benö­tig­ten 350 bis 400 Mil­lio­nen Euro Sanie­rungs­kos­ten für Schulgebäude.

Wir waren nicht mutig genug, mehr Geld in die Sanie­run­gen hineinzugeben.“

Iris Rip­sam (CDU) zur ver­fehl­ten Haus­halts­po­li­tik der ver­gan­ge­nen Jahre.